VW ID.4 mit Head Up Display und Travel Assist

Wir testen das Elektroauto VW ID.4!

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Navigation des ID-4

Die Navigation des Volkswagen ID 4 lässt sich denkbar einfach bedienen. Auf dem großen zentralen Display werden nach Aufruf der Suche direkt Vorschläge angezeigt. Es erschien sofort die letzten Ziele, Ladestationen und Orte von Interesse (POI) in der Nähe wie z.B. das KFC-Geflügelrestaurant, eine Grundschule und eine Pizzeria.

Navigation und Ladestationen finden im ID.4

Es gibt ein kleines Symbol mit einer Ladestationen, das mit nur zwei Taps alle Ladesäulen in der Nähe anzeigt. In unserem Fall im tiefen Sauerland allerdings nur 22-kW-Säulen fast ausschließlich vom lokalen Stromversorger Bigge Energie. Die vom Fahrzeug geschätzte Reichweite beträgt zu Beginn unserer Fahrt mit dem ID4 304 km bei einem Akkustand von 84%.

Innenraum und Bedienung im Volkswagen-Elektroauto

Schon im ersten Eindruck ist die Verwandtschaft zum ID.3 deutlich zu erkennen: Das Aussehen des Interieurs, das Bedienkonzept mit dem farbenfrohen Interface und den Wischgesten ist nahezu identisch. Die Verarbeitung wirkt hier im Vergleich zum ID.3 hochwertig, wobei wir allerdings auch die Qualität vom ID.3 keinesfalls schlecht fanden!

Im fahrenden Fahrzeug ist es dank guter Dämmung für Insassen recht leise. Das hart abgestimmte Fahrwerk des ID 4 passt zum dezent wahrnehmbaren Geräusch des Elektromotors und verleihen dem ID-4 einen sportlichen Charakter.

Lenkrad und Cockpit wie im ID.3

Das Lenkrad des ID-4 macht auf uns einen guten Eindruck, ist allerdings mit zu vielen Tasten überfüllt. Die Bedienung am Lenkrad, Display und mittels Gestensteuerung ist recht übersichtlich. Letzteres sollte eigentlich dabei helfen, den Fahrer nicht zu sehr von der Straße abzulenken. Da die Gestensteuerung allerdings nur sporadisch darauf reagiert hat, wenn wir mit den Händeln vor dem Display rum gewedelt haben, bewirkt sie eher das Gegenteil.

Das Glasdach des ID.4 lässt sich automatisch und stufenlos bedienen

Das große Panoramaglasdach, das oberhalb der A- und C-Säule durchgehend ist, lässt sich durch eine elektrische und stufenlos am Display einstellbare Jalousie abdunkeln.

Lane Assist und adaptiver Tempomat von VW

Lane Assist von Volkswagen

Die Fahrspurerkennung funktioniert recht gut, um den Fahrer mit den Assistenzsystemen Lane Assist und Travel Assist zu unterstützen. Frühzeitig wird darauf hingewiesen, dass eine Geschwindigkeitsreduzierung voraus ist und die Geschwindigkeit dementsprechend automatisch vom Elektroauto angepasst. Somit wird sie z.B. verringert, damit wir rechtzeitig beim Ortseingangsschild nur noch 50 km/h fahren.

Der ID.4 wie auch der ID.3 überraschen mit einem extrem kleinen Wendekreis. Mit dem Audi e-tron wie auch dem Tesla Model 3 ist man so einen starken Lenkradeinschlag nicht gewohnt. Wir vermuten, dass bei der Fahrzeugkonzeption auf Grundlage der MEB-Plattform dieser Wendekreis erreicht wurde – im Gegensatz zum e-tron, bei dem noch als Basis die Audi Q-Reihe hergehalten hat.

Kofferraum und Rückbank des ID.4

Wir lassen Impressionen vom großzügigen Platzangebot auf beiden Sitzreihen, der sich elektrisch öffnenden Kofferraumklappe und dem „Motorraum“ ohne zusätzlichem Staufach (wie der Frunk beim Tesla) auf uns wirken. Die Rücksitze lassen sich umklappen und bleiben mit leichtem Winkel noch etwas erhöht. Der Kofferraumboden ist nahezu eben mit der Öffnung – darunter verbirgt sich noch ein flaches Staufach für z.B. Ladekabel. Und Überraschung: Eine ausklappbare Anhängerkupplung!

Head Up Display mit Augmented Reality

Augmented Reality im VW ID.4

Der Tesla-Fahrer ist erfreut über die geringe Geräuschkulisse und der erhöhten Sitzposition wie im SUV.  Durchweg positiv überrascht sind wir vom Head Up Display. Hier werden dem Fahrer die wichtigsten Informationen direkt ins Sichtfeld projiziert. Gerade die Navigationsfunktion mit Augmented Reality ist beeindruckend. Der Pfeil, der auf die nächste Abbiegung hinweist, bewegt sich langsam auf den Fahrer zu und wird dabei immer größer. Er ist jedoch nicht – wie man es von Augmented Reality erwarten würde – mit der Umhebung verbunden, bleibt also stets zentriert im Sichtfeld.

Tesla Autopilot vs. VW Travel Assist

Die Fahrt auf unserer Todesstrecke zeigt auf, dass Tesla bei den Assistenzsystemen einen sehr großen Vorsprung gegenüber Volkswagen hat. Ständig deaktiviert sich der Assistent, der ID.4 verlässt die Fahrspur ohne zu warnen und fährt viel zu schnell durch die kurvenreiche Strecke. Das funktioniert auf dieser (zugegeben schwierigen) Strecke zwar auch mit dem Model 3 nicht perfekt, allerdings doch sehr viel besser als bei Audi und Volkswagen.

Head Up Display und Lane Assist im ID-4

Gerade als Tesla-Fahrer darf man sich also keinesfalls so auf das System verlassen, wie man es vom Model 3 her gewohnt ist. Selbst als wir mit aktiviertem Travel Assist auf ein stehendes Fahrzeug auffahren, warnt der ID.4 zwar, der Fahrer muss jedoch selber eingreifen und die Bremse betätigen. Die Geschwindigkeitsreduzierung noch vor dem Ortseingang funktioniert allerdings besser als beim Tesla, der in dieser Situation erst beim Ortsschild angefangen hätte, langsamer zu werden.

Rekuperation

Abschließend ist noch festzuhalten, dass VW mit dem intelligent segelndem Tempomaten (adaptive Geschwindigkeitsregelanlage) versucht, das meiste aus dem Akku raus zu holen. Die Rekuperation erfolgt mittels Bremspedal und erst bei stärkerem Verzögern kommen die „echten“ Bremsen dazu. Das nicht nur von Tesla-Fahrern geschätzte paddle Diving ist mit dem Volkswagen ID-4 allerdings nicht möglich.

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